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1.Männer: Zweite Halbzeit zum Vergessen

08.01.2018

Handball-Thüringenliga: Goldbach/Hochheim gewinnt 23:20 (14:5) gegen Saalfeld/Könitz

 

Von Falk Böttger

 

Goldbach. „Das war wohl so ziemlich das schlechteste Spiel, das ich jemals als Trainer begleitet habe“, sagte Sven Rothhämel nach dem Abpfiff. Trotz des 23:20-Heimsiegs seiner Thüringenliga-Handballer des SV Goldbach/Hochheim gegen die HSG Saalfeld/Könitz war dem Coach keineswegs zum Feiern zumute.

 

Vor allem dem Auftritt seiner Sieben in der zweiten Halbzeit konnte Rothhämel kaum etwas Gutes abgewinnen. Nachdem die Goldbacher auf heimischer Platte noch mit einem 14:5 zur Halbzeitpause klar auf Siegkurs schienen, ließen sie sich im zweiten Durchgang von den Gästen den Schneid abkaufen. Und das, obwohl die Ostthüringer, mit denen sich die Hornets bis dato punktgleich den elften Tabellenplatz teilten, keineswegs überragenden Handball präsentierten.

 

Das sah offensichtlich auch Siegfried Juhnke so. „Solche Geschenke bekommt ihr nächste Woche in Ziegelheim nicht“, kommentierte Goldbachs Abteilungsleiter Handball, der die Partie als Hallensprecher begleitete.

 

Doch seine Worte blieben von den Gastgebern ungehört. Nachdem die Saalfelder binnen weniger Minuten von 21:10 (48.) auf 21:15 verkürzen konnten (54.), hatte Juhnke genug. Wütend legte er das Mikrofon beiseite und verließ schimpfend die Halle. Besser wurde das Spiel der Hausherren auch in der Folge nicht. Im Gegenteil. Florian Hecker (zwei Tore) und Jörg Schmeißer verkürzten weiter zum 18:21 für die Gäste (59.). In Überzahl gelang Erik Gerloff schließlich nach über zehn Minuten erstmals wieder ein Treffer für Goldbach/Hochheim zum 22:18 (59.). Per Siebenmeter stellte Felix Möller den alten Abstand wieder her (22:19/ 59.). In Unterzahl (Zwei-Minuten-Strafe für Julian Rothhämel) netzte Gerloff noch zum 23:19, bevor Schmeißer kurz vor Ertönen der Schlusssirene den 23:20-Endstand markierte.

 

Am Ende verdankten es die Blau-Weißen wohl der abgelaufenen Uhr, dass sie den Doppelpunkt verbuchen konnten. Wäre die Partie fünf Minuten länger gegangen, hätte sich der desolate Auftritt in der zweiten Hälfte womöglich gerächt – zumal die Hornets nicht einen von insgesamt vier Siebenmetern im Tor unterzubringen vermochten.

 

Viel anders sah das auch Hornets-Trainer Sven Rothhämel nicht. „Wir hätten zur Pause bereits mit 15 Toren in Front liegen können, leider hatte die Kraft nur für 20 Minuten gereicht. Die saft- und kraftlose zweite Hälfte zeigte, was dabei herauskommt, wenn die Trainingsbeteiligung fehlt“, kritisierte der Goldbacher Coach seine Truppe.

 

Hornets:

Schneegaß/ Donaj – Skowronek (3), Rothhämel (3/0), Fekete (4/0), Obst (2), Taubert (2/0), Moratschke (1), Gerloff(4), Erdmann, Dreyße, Krajewski (4/0).

 

Siebenmeter:

4/0 – 9/1

 

Zeitstrafen: 8 min – 16 min.